Mitte Juni wird über die Initiative <<Eigene vier Wände dank Bausparen>> abgestimmt. home.ch erklärt Dir, worum es dabei geht und welches die wichtigsten Pro- und Contra-Argumente sind, damit Du Dir rechtzeitig vor der Abstimmung am 17. Juni Deine eigene Meinung bilden kannst.
Eigene vier Wände dank Bausparen
Ausgangslage
Die Initiative des Hauseigentümerverbandes will dem Mittelstand den Zugang zu den eigenen vier Wänden erleichtern. Wird die Initiative vom Volk und den Kantonen angenommen, sind die Kantone zu folgendem verpflichtet: Auf ein Sparguthaben, das Du für den erstmaligen Kauf von Wohneigentum angelegt hast, werden Dir Steuerabzüge von jährlich 10‘000 Franken gewährt. Falls Du verheiratet bist, sind es sogar 20‘000 Franken jährlich. Die vergangene Initiative vom März sah noch 15‘000 Franken für Alleinstehende und 30‘000 Franken für Ehepaare vor. Nicht nur die Abzüge wurden im Vergleich zur letzten Abstimmung moderater, neuerdings sind auch die Steuerabzüge bei angenommener Initiative absolut zwingend. Bei der ersten Bauspar-Initiative konnten die Kantone noch selbst entscheiden, ob sie die Steuerabzüge gewähren möchten oder nicht.
Initiative schafft zufriedene Eigentümer
Gemäss einer repräsentativen Umfrage würden knapp 80% aller Schweizerinnen und Schweizer lieber in den eigenen vier Wänden wohnen, anstatt nur Mieterin oder Mieter davon zu sein. Allerdings sind nur gerade 39% im Besitz von privatem Wohneigentum, ein frappanter Unterschied.
Diese im europäischen Vergleich tiefe Zahl soll nun ansteigen und aus Mieterinnen und Mieter zufriedene Wohneigentümer machen.
Die Möglichkeit für Vorbezüge für den Hausbau bei den Säulen 2 und 4a lassen die Initianten nicht gelten. Denn der vereinfachte Zugang zu den eigenen vier Wänden soll nicht nur durch eine verringerte Vorsorgeleistung ermöglicht werden.
Nur Personen mit hohem Einkommen profitieren
Das Hauptargument der Gegner hat sich seit der letzten Abstimmung im März nicht gross verändert: Es würden nur Personen profitieren, die sich bereits Wohneigentum leisten können, also Personen mit hohem Einkommen.
Auch befürchten die Gegner, dass es durch die Annahme der Initiative zu Steuerverlusten kommt. Laut einer Schätzung der Steuerverwaltung würden sich die Ausfälle auf 350 Millionen Franken beziffern. Die Konsequenzen, so die Initiativgegner, müssten dann wiederum alle tragen, also auch jene, die sich mit Steuerabzügen kein Wohneigentum leisten können.
Im Kanton Basel-Landschaft ist das steuerbegünstigte Bausparen bereits heute möglich. Ob sich dies auch national durchsetzen wird, zeigt sich bei der kommenden Abstimmung. Uns interessiert Deine Meinung, poste sie im untenstehenden Kommentarfeld.








